Die St. Dionysius-Kirche in Weilstetten

Wie kommt die Kirche zu ihrem Namen? Der Name Dionysius begegnet uns in der Bibel. In Apostelgeschichte 17,34 lesen wir: "Einige Männer schlossen sich Paulus an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat…"


Dionysius nannte sich der Gründer des Bistums Paris, der in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts als Märtyrer starb. Über seinem Grabe wurde im 7. Jahrhundert die Abtei St. Denis (St. Dionysius) errichtet.


Die Mönche von St. Denis kamen auf ihren Missionsreisen auf den alten Römerstraßen auch in unsere Region und bauten Kirchen, die sie Dionysius weihten.


1429 wird die Dionysius-Kapelle in Weilheim erstmals erwähnt. Aus dieser Zeit dürften die ältesten Teile der Kirche stammen. Dazu gehören der Turm und der Chor mit seinen drei kleinen spitzbogigen Rundfenstern.


1934 wird die Kirche grundlegend renoviert. Auf der Friedhofseite entsteht ein Anbau, so dass die Kirche größer wird. 1934 werden auch die Chorfenster eingebaut. Der Entwurf stammt von Walter Kohler. Ausgeführt wird der Einbau von der Stuttgarter Glaswerkstatt Saile.


1995 wird die neue Orgel vom Orgelbaumeister Bertfried Scharfe auf der vorderen Empore gegenüber der Kanzel eingebaut.


1998 findet eine Außenrenovierung statt.


2004 wird die Kirche innen renoviert. Diese Maßnahme schafft Klarheit im Kirchenraum und führt die Erweiterung von 1934 konzeptionell weiter. Vor allem wirkt die Kirche jetzt freundlicher und heller. Altarraum, Kanzel und Orgel werden nun aufeinander abgestimmt. Der Taufstein wird wieder als Taufbecken verwendet. Neue Holzbänke werden eingebaut.


So ist die Renovierung der Kirche auch eine innere Aufgabe von den Menschen, die darin zusammen kommen. Unsere Kirche lebt aus der Begegnung mit dem lebendigen Gott. Denn in der Kirche sind wir alle "lebendige Steine erbaut zum geistlichen Haus." (1. Petrus 2,5). Auf diese innere Erneuerung kommt es also letztlich an. Und das ist eine bleibende Aufgabe für alle, die in diesem Hause Gott begegnen und Gemeinschaft erleben.

Die Kirchenfenster von Walter Kohler von 1934