Grüner Gockel - Die evangelische Kirchengemeinde Weilstetten wird nachhaltig und fair

Schöpfungsleitlinien der evang. Kirchengemeinde Weilstetten

Freude an der Schöpfung  
Am Wunder der Schöpfung und des Lebens können wir uns freuen und darüber staunen, wie wunderbar alles zusammenhängt. Denn wir erkennen, dass alles was lebt, einen Wert in sich hat, unabhängig von seinem Nutzwert für den Menschen. Wir danken Gott für unsere Erde, die uns das Leben schenkt und ermöglicht. Wir wollen den Schöpfer und das Leben feiern - persönlich, in unserer Gemeinde und über die Gemeinde hinaus.
HERR, wie sind deine Werke so groß und viel!
Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. (Psalm 104,24)

Nachhaltigkeit
Wir begreifen die endliche und verletzliche Erde als wertvolles Geschenk. Weil uns die Verletzlichkeit der Natur bewusst ist, verbrauchen wir Rohstoffe und Energieträger schonend. Wir halten die Umweltvorschriften und Gesetze ein. Darüber hinaus tragen wir zu einem umwelt- und sozial gerechten Wirtschaften bei. Wir möchten durch unser Handeln in der Gesellschaft und der eigenen Gemeinde die Ausbeutung und Umweltbelastung verringern. Als Kirchengemeinde ist uns die Absicht Gottes für diese Erde bewusst.
Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte (1. Mose 2,15)

Entschiedenes Handeln
Gott hat uns den Auftrag gegeben, für das uns anvertraute Leben zu sorgen. Wir sollen entschieden eingreifen, wo die Lebenszusammenhänge bedroht sind. Die Berufung des Menschen zu „herrschen“ im ersten Schöpfungsbericht meint Verantwortung, nicht Macht und Willkür. Der Klimawandel fordert unser entschiedenes Eingreifen, für die Natur, für nachfolgende Generationen und besonders betroffene Regionen dieser Erde. Unsere Maßnahmen vor Ort werden regelmäßig überprüft, dokumentiert und verbessert. Dafür handeln wir entschlossen und verantwortlich.
„Herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel im Himmel. (1. Mose 1,28)
 
Fairness
Wir denken Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zusammen. Wir denken an zukünftige Generationen, an Menschen anderer Regionen unserer Erde und an die Menschen vor Ort. Wir handeln sozial und gerecht in den demokratischen Rahmenbedingungen, weil wir selbst von Gottes Zuwendung leben.
Bei allen wirtschaftlichen Entscheidungen und unserem tagtäglichen Konsum wollen wir das Wohl der Menschen weltweit und vor Ort solidarisch im Blick haben. Wir kaufen ökologisch, regional und fair ein und leisten so einen Beitrag zur globalen Gerechtigkeit.
„Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ (Amos 5,24)

Hoffnung
Wir weigern uns zu glauben, dass die Zukunft dieser Erde durch Ausbeutung, Unrecht und Gewalt bestimmt ist und erkennen unsere Möglichkeiten. Wo wir uns selbst beschränken für das Leben unserer Enkelinnen und Enkel, wo wir maßvoll leben für unsere Mitmenschen, handeln wir im Sinne der Liebe und in der Macht Jesu. Die Macht Jesu ist die Ohnmacht seiner Liebe, die sich gezeigt hat in seiner Hingabe für uns. Der Glaube an die Kraft des Geistes Jesu in der Welt gibt uns die Hoffnung, dass solches Handeln wirksam ist und Leben in Fülle schenkt.
„Christus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt, im Himmel und auf Erden“  (Matthäus 28,18)

Glaubwürdigkeit und Transparenz
Wir wollen als Kirche glaubwürdig sein. Was wir glauben, wirkt sich auf unser Verhalten aus. Wir setzen Zeichen für unsere Hoffnung auf eine faire und gerechte Welt. Die kleinen und großen Schritte zu umweltschonendem Handeln machen wir nachvollziehbar und verständlich. Alle sind eingeladen mitzumachen. Eine gute Öffentlichkeitsarbeit begleitet unser Projekt.
„So soll euer Licht unter den Menschen leuchten, damit sie unsere guten Werke sehen und euren Vater, der im Himmel ist, preisen.“ (Matthäus 5,16)

Stand 04.02.2021